Völklingen und der Boss

Titelbild: Blick vom Völklinger Bahnhof aus auf die Kulisse der Hütte

„Seven hundred tons of metal a day, now Sir, you tell me the world has changed…”

So textete Bruce Springsteen in seinem Song „Youngstown“ über die untergegangenen Stahlwerke dort. „Story`s always the same“, sagt er an einer anderen Stelle, und tatsächlich folgen die Geschichten der Hochöfen am Mahoning River und  an der Saar denselben Büchern.

Errichtet zu Beginn der Hochindustrialisierung, Rohstofflieferant für Rüstung und Wiederaufbau und schließlich stillgelegt, als Stahl nicht mehr sexy war. Oder wie von Springsteen treffend auf den Punkt gebracht:  „Once I made you rich enough, rich enough to forget my name…“.

„Smokestacks reachin´ like the arms of god into a beautiful sky of soot and clay…“. Bruce Springsteen, „Youngstown“

Doch zumindest in Völklingen wurde das Ensemble des alten Röchling-Hochofenwerkes vor dem Abriss gerettet und in ein einzigartiges Freilichtmuseum überführt. Industriegeschichte zum Anfassen, nicht blankpoliert, dafür roh und authentisch. Aus einer Zeit, in der die Arbeit härter und gefährlicher, aber auch die Identifikation damit eine andere war als heute.

Hochbehälter für das Kühlwasser der Hochöfen
Verbindungswege aus Stahl

„When I die, I don´t want no part of heaven, I will not do heaven´s work well. I pray the devil comes and takes me to stand in the fiery furnaces of hell”. Mit dieser Metapher endet Springsteens Song, geschrieben über Youngstown, Ohio, aber genau so passend für Völklingen, mitten in Europa.

Regulierung des Flusses nur durch Muskelkraft
Ein Labyrinth aus Leitungen, Rohren und Trägern
Ohrenbetäubend war der Lärm der Erzaufzüge
Die Lebensadern des Hochofens

Die Bilder entstanden im Sommer und Herbst des Jahres 2025.

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