Titelbild: Grablage eines kantonesischen Familienclans auf dem chinesischen Friedhof Manilas
Chinatown. Eine gängiger Eintrag auf den Stadtplänen vieler Metropolen Südostasiens.
So auch in Manila, der Hauptstadt der Phillippinen. Vielleicht noch intensiver als anderswo in der Region hat sich dort im Laufe der Jahrhunderte die chinesische Community der spanisch geprägten frühen Kolonialgesellschaft angepasst.
Fahren Sie doch einfach mal mit Manilas Hochbahn bis zur Station „Abad Santos“, besuchen Sie den chinesischen Friedhof nahe bei und lassen Sie die Eindrücke auf sich wirken.


Protzige Mausoleen wohlhabender chinesischer Clans gibt es dort, einige Ecken weiter bescheidenere Grabstätten. Von katholisch ornamentiert bis zu modern-futuristisch reichen die Architekturstile. Christliche Kreuze und Verbrennungsöfen buddhistischer Fürbitten stehen oft in denselben Mausoleen zusammen, man weiß ja nie.


Über dem ganzen Areal liegt eine morbide Stille, ab und zu durchbrochen von dem Gehämmere der Friedhofsarbeiter, die die Mausoleen für weitere Grablegungen herrichten.
Katzen dösen auf Betonsarkophagen und träumen von nächtlichen Streifzügen über diesen bizarren Ort.
Die Fotos auf dem chinesischen Friedhof Manilas entstanden 2020.