Titelbild: Die Lebensader von Bangkoks Chinatown: Die Yaowarat-Straße
Größte ethnische Volksgruppe in Bangkok, ja in ganz Thailand, sind Menschen chinesischer Abstammung. Ihre Vorfahren emigrierten im 19. Jahrhundert nicht nur dorthin, sondern in viele Länder Südostasiens. Mehrheitlich waren es dabei Teochew-Ethnien aus der Gegend um die Stadt Chaozhou in Guangdong und Angehörige der Hakka-Volksgruppe aus Fujian.


Da die Zuwanderer sich meist nur auf den eigenen Clan verließen und staatlichen Strukturen gleichgültig gegenüberstanden, kam es oft genug zu Diskriminierungen. Unter diesem Eindruck bildeten die Chinesen auch räumlich eine enge Gemeinschaft, mit eigenen Tempeln, Läden und Sozialstrukturen.

„Chinatown“ ist deshalb immer noch ein gängiger Eintrag auf den Stadtplänen vieler Metropolen Südostasiens. Im Laufe der Jahre allerdings assimilierten sich die Chinesen.

Doch auch heute noch sind sich in Bangkok mehr als 50% der Einwohner ihrer chinesischen Wurzeln bewusst. Besonders offensichtlich wird das beim Drachentanz anläßlich des chinesischen Neujahrsfestes. Die Yaowarat-Straße in Chinatown wimmelt dann von Menschen, die in traditionell inspirierten Kleidern ausgelassen feiern.


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