Titelbild: Im schottischen Hochland nach einem Gewitter
Jetzt gehöre ich beileibe nicht zu denen, die behaupten, daß früher alles besser war. War´s nicht, schon gar nicht in den späten 70´ern und frühen 80´ern, in den meist verkrampft-kleinbürgerlichen Milieus, in denen ich mich oft zu bewegen hatte.
Reisen war da eine kleine Flucht, ein Abenteuer weit weg von der gesellschaftlichen Enge, die ich damals so empfand.
Also ging´s los im Mai 1983, nach Schottland, mit Rucksack und Pentax-Fotoausrüstung.
Um es vorweg zu nehmen: Es war die Reise meines Lebens. Ein Medikament gegen mein Fernweh, das nicht wirkte und die Sehnsucht nach fremden Ländern, Menschen und Erlebnissen nie kurieren konnte, bis heute nicht.
Mit dem D-Zug über Köln nach Ostende, die Fähre nach Dover, von dort weiter nach London, Victoria Station. In London per U-Bahn zum Bahnhof King´s Cross, um den langen Ritt nach Norden über Edinburgh nach Inverness zu beginnen.

Von dort aus begann das Schottlandabenteuer : Per Anhalter nach Loch Ness, dann die Ostküste hoch auf die Orkney-Inseln; wieder zurück auf dem Festland entlang der Nord- und Westküste nach Ullapool und letztendlich Glasgow.





Die Fotos sind Digitalprints von analogen Schwarz/Weiß-Negativen, behutsam bearbeitet und getont mit Nikon Capture NX 2-Software. Die Originale entstanden im Frühsommer 1983.