Thailands Süden

Weißer Sand und blauer Himmel






1. Life is better at the beach!


2. Pattaya vs. Hua Hin


3. Im Sam Roi Yot-Nationalpark


4. Lockdown an der Andamanensee


5. Sundown in Koh Samui





1. Life is better at the beach!


… in Südthailand, wenn die Sonne als roter Feuerball untergeht, auf dem Cocktailglas die Schwüle der Luft kondensiert und das Mobiltelefon ausgeschaltet im Hotelsafe liegt.

Die schmale Landzunge Thailands, die im Norden noch durch die Grenzlinie zu Myanmar politisch geteilt ist und im Süden in die malaiische Halbinsel übergeht, ist ein wahrlich paradiesischer Fleck auf Erden.



Das Positive an der Coronaepidemie: Der Strand gehört einem ganz alleine.

Palmen, Strände, aber auch Nationalparks finden sich an den Küsten der Andamanensee im Westen und des Golf von Thailand im Osten. Phuket, Krabi, Koh Samui sind touristische Hotspots. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder Orte, in denen es ruhiger zugeht.

Einige davon stelle ich Ihnen im folgenden vor.



2. Pattaya vs. Hua Hin


Nach einer Woche Bangkok mit Powershopping in den Malls und Dauerbilliard in den Bars möchten Sie am Strand etwas regenerieren? Kein Problem, denn es gibt zwei passende Alternativen: Hua Hin etwa 200 km südlich oder Pattaya ca. 150 km südöstlich der Megacity.

Erreichbarkeit:

Pattaya ist am besten mit dem Bus vom Flughafen, Hua Hin per Zug vom Hauptbahnhof Hua Lamphong aus zu erreichen. Beides mal spottbillige Fahrten, deren Startpunkte auch noch sehr einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Bangkoks anzufahren sind. Wertung: unentschieden.

Strand:

Breit und hart wie eine Autobahn ist der Sandstrand in Pattaya, gegliederter und geschmeidiger der in Hua Hin. Liegestühle und Vanilleeis mit Erdbeergeschmack gibt es an beiden, eine klassische Strandpromenade nur in Pattaya. Allerdings nervt dort der starke Bootsverkehr. Wertung: Punkt für Hua Hin.

Entertainment tagsüber:

Pattaya punktet mit Shopping Malls, die den Namen auch verdienen, sowie unzähligen Cafes, Restaurants und Bierbars direkt an der Promenade. Hua Hin ist da etwas zurückhaltender. Wertung: Punkt für Pattaya.

Entertainment abends:

Pattaya hat einen gewissen Ruf und setzt alles daran, den auch zu verteidigen. In der Soi 6 reiht sich eine Gogo-Bar an die andere und in der Walking Street glitzert und fiept es wie in Atlantic City. Dazwischen gibt es Seafood-Grillrestaurants und Italiener der Spitzenklasse. Hua Hin kommt da eher wie Westerland in der Nebensaison daher, eben auch gediegener. Wertung: unentschieden.

Fazit:

Beide Orte sind unterschiedlich, und zwar deutlich. Hua Hin ist der gediegene Spot für die, die es ruhiger mögen, Pattaya die Partymeile für Touristen. Ein grüner Tee am Strand in der einen, um 10.00 Uhr morgens das erste Singha-Bier in der anderen Stadt. Doch in keiner der beiden ist die Atmosphäre erdrückend, sondern einfach nur so, wie sie eben ist. Nicht der schlechteste Zustand.




Remmidemmi und die Segnungen der Zivilisation beim Feuerwerk in Pattaya.



Gediegen schön der Bahnhof in Hua Hin, vor mehr als hundert Jahren gebaut für die thailändische Königsfamilie.


3. Im Sam Roi Yot-Nationalpark


Auf Landkarten erinnern die Umrisse Thailands an den Kopf eines Elefanten. Der Rüssel ist die schmale Landzunge, die sich über hunderte von Kilometern in den Pazifik erstreckt und der an seinem Südende als malaiische Halbinsel mit Singapur an der Spitze fast auf Äquatorhöhe endet.

Weiße Sandstrände an den Küsten dort, das sind die Bilder auf den Pages der Travelblogs im Internet, doch es gibt noch mehr zu entdecken:

Dutzende Nationalparks finden sich nur ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein, teilweise erstrecken sie sich bis an die Küste. Hier geht es noch ursprünglich zu, sogar wilde Elefanten leben in manchen.

Der Sam Roi Yot-Nationalpark ist nur ein Beispiel dafür. Dickhäuter gibt es dort zwar nicht, dafür eine wilde Küstenlinie, geheimnisvolle Karsthöhlen und weite Marschlandschaften.

Aber sehen Sie selbst!




Glaubwürdigen Aussagen zu Folge ist der Sam Roi Yot-Strand auch in der Hauptsaison fast menschenleer.




Verwunschene Stimmung im Wald unmittelbar an der Küste.



Der königliche Tempelpavillon in einer Karsthöhle des Nationalparks.



Auf hölzernen Stegen kann man durch das Marschland im Sam Roi Yot-Nationalpark wandern.


4.  Lockdown an der Andamanensee


Ein Feuerschlucker nutzt den Bürgersteig als Bühne für seine Show, während an den Tischen der „Yesterday“-Bar in Ao Nang langsam die Stimmung steigt. Biere werden gezapft, Sodaflaschen geöffnet und Cocktails gemixt.

Die Geldscheine sitzen locker, ist doch jeder froh, der COVID-19-Tristesse ein wenig entfliehen zu können, zumal diese Bar eine der wenigen ist, die in den Pandemiezeiten geöffnet hat. Ansonsten herrscht Totentanz in der Gastronomie Krabis, einzig die von Indern oder Arabern geführten Restaurants haben geöffnet. Und auch das nur, weil die Inhaber wegen der geschlossenen Flughäfen nicht rechtzeitig weggekommen sind.

Zu normalen Zeiten dagegen ist die Küste an der Andamanensee ein touristischer Hotspot, und das zu Recht.

Kleine Inseln aus verkarsteten Kalksteinfelsen mit weißen Sandstränden und kleinen Buchten entsprechen so dem Klischee der Tropen, dass es schon fast wehtut. Inselhopping mit Longtail- oder Speedboot kann in den touristischen Hochburgen problemlos gebucht werden, der Ablauf ist professionell und reibungslos organisiert.

Persönlich finde ich neben den Inseltouren die Wanderungen zu den Khao Ngon-Nak- und „Tiger Cave“-Aussichtspunkten am eindrucksvollsten.




Aussergewöhnlich schöne Muschelschalen gibt es an den Stränden der Andamanensee.



  Einfahrt mit Galionsfigur in die Lagune von Phi Phi Island.



Wie Quecksilber glänzt im Abendlicht das Meer am Ao Nang Beach, Krabi.



Endlos erscheinen die Treppen zum "Tiger Cave"-Tempel, dafür ist der Ausblick auf die Karstberge Südthailands atemberaubend.



5. Sundown in Koh Samui


Nach dem 2. Bier in einer Bar in Bangkok schwärmte mir ein Tresennachbar von den „Sonnenuntergängen auf Koh Samui“ vor.

Die Coronaepidemie war im Abklingen, mein Kameragehäuse neu und ich im Lockdown-Koller. Das Kneipengespräch war dann nur noch der letzte kleine Schubs, der mich veranlasste, ein Ticket auf die Insel im Golf von Thailand zu buchen.

Und wirklich, die Strände auf Koh Samui sind paradiesisch, die Sonnenuntergänge ein Rausch von Farben.

Aber sehen Sie selbst!




Kein Ergebnis einer aus dem Ruder gelaufenen Bildbearbeitung, sondern Abbild der Realität:
Sundown auf Koh Samui.



  Abends am Tailing Beach, Koh Samui.



Einfach niedlich, die Strandbewohner von Madsum Island, Koh Samui.
Also die Wutzen, das dahinter sind Touristinnen vom Festland.




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