Varanasi

Die Erlösung durch die Flußgöttin


Varanasi, das frühere Benares, liegt am Ufer des Ganges etwa 800 km östlich von Delhi und ist mit einem Direktflug von dort aus in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen.

Aber Vorsicht! Diese Stadt fordert alle Sinne.

Die Überquerung einer Straße ist die ultimative Mutprobe. Der Geräuschpegel in der Stadt entspricht dem eines laufenden Preßlufthammers. Über allem liegt der Geruch von Räucherstäbchen, Gewürzen und Pisse.

Kurz gesagt: Varanasi ist hochinteressant!

Grund für all das ist die Flußgöttin Ganga, die Varanasi zu einem der heiligsten Orte der Hindus macht und in Scharen Pilger, Freaks und Geschäftemacher anzieht.

Entlang des Gangesufers ziehen sich Paläste und Tempel, von denen aus steinerne Treppen, die Ghats, ans Wasser führen. Und dort tobt das spirituelle Leben:
Gläubige Hindus nehmen rituelle Bäder im Fluß. Es werden Wäsche gewaschen und Büffel geschrubbt. Sinnsuchende Westler hängen am Ufer ab und rauchen Joints.

Das Bewegendste aber sind die Leichenverbrennungen. Scheiterhaufen lodern unmittelbar neben entspannt Betenden.Es werden die Körper von gläubigen Hindus kremiert und die Asche anschließend in den Fluß gestreut. Der Kreislauf der ewigen Wiedergeburten, von denen die Hindus überzeugt sind, laßt sich so durchbrechen, und die Flußgöttin Ganga in Varanasi ist der Schlüssel dazu.





Abends spürt man die Spiritualität an den Ghats




Das Gangesufer in Varanasi ist der Sehnsuchtsort
vieler Hindus


Allen Modernisierungen zum Trotz ist die indische Gesellschaft durchdrungen vom Hinduismus




Die Scheiterhaufen brennen Tag und Nacht




Paläste wie Festungen am Flußufer



Auch das ist Varanasi: Eine Moschee
wie aus tausendundeiner Nacht




Im Morgengrauen wird der Flußgöttin geopfert


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